SPD Annweiler am Trifels

Für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet

Im Bild Geschäftsführer Herbert Berberich, der für 40 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet wird

Als einen der Höhepunkte im Rahmen der Aktivität des sozialdemokratischen Stadtverbandes Landau bezeichnete Vorsitzender Dr. Maximilian Ingenthron die traditionelle Ehrung verdienter und langjähriger Mitglieder. Die Feierstunde wurde begleitet von Ehrengast Alexander Schweitzer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag, sowie Staatssekretär Dr. Hannes Kopf, Thomas Hitschler, MdB und Vorsitzender der SPD Südpfalz, Wolfgang Schwarz (MdL) und Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer.

Für ihre langjährige Parteimitgliedschaft wurden geehrt:

50 Jahre

  Norbert Krauß

40 Jahre

  Herbert Berberich

  Bernd Utpatel

  Wolfgang Müller

25 Jahre

  Paul Neumann

  Dieter Schley

  Hans Schley

  Margot Schley

  Ute Schley

  Sieglinde Rother

  Hans Peter Thiel

  Wolfgang Vogt

  Helmut Esche-Grossmann

 

Widerstand gegen Nationalsozialismus als Grundlage der deutsch-französischen Versöhnung

 

 

Martinipreis 2014 geht an den Publizisten und Soziologen Prof. Dr. Alfred Grosser.

 

 

„Für unsere Region, eine Region zwischen Deutschland und Frankreich, sind Sie Herr Grosser von besonderer Bedeutung“.  Die Verbundenheit der Südpfalz mit Alfred Grosser zeige nicht nur das in Bad Bergzabern nach ihm benannte Schulzentrum, sondern allein schon die große Zahl der Gäste, die der Einladung zur Preisverleihung nachkamen, so Bundestagsabgeordneter und Gastgeber Thomas Hitschler. Wie kaum ein zweiter stehe Grosser für Frieden und die Verbrüderung der europäischen Staaten und besonders die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Alfred Grosser sei ein engagierter Kämpfer für die Versöhnung, ein großer und auch streitbarer Geist, so die Europaabgeordnete Jutta Steinruck in ihrer Laudatio. Grosser, der als Achtjähriger mit seiner Familie 1933 nach Frankreich auswanderte, schrieb und sprach spätestens ab 1948 gegen nationalen Chauvinismus und Vorurteile besonders in Deutschland und Frankreich an. Es brauche Menschen wie ihn, wenn in Europa wieder Verallgemeinerungen und Vorurteile in politischen Debatten etabliert würden und sich die europäische Gemeinschaft entsolidarisiere, schloss Steinruck.

In seiner Dankesrede hob Alfred Grosser die historische Bedeutung der Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer in Frankreich und Deutschland hervor. Es sei deren Verbindung gewesen, die die Grundlage für die Freundschaft bot. Dabei war die Rehabilitierung des linken Widerstandes gegen Hitler und nicht allein die gesellschaftliche Anerkennung der Attentäterinnen und Attentäter des 20. Juli 1944 von besonderer Bedeutung, so Grosser. In Deutschland und Frankreich stellte der Preisträger viele positive gesellschaftliche Entwicklungen fest, die nicht immer ein angemessenes mediales Echo fänden. Besonders die transnationalen Verbindungen der Jugendwerke, wie das deutsch-französische oder das deutsch-polnische Jugendwerk, trügen einen unschätzbaren Wert zur Freundschaft der ehemaligen Feinde bei.