Bad Bergzabern (red) Im SPD-Gemeindeverband Bad Bergzabern besteht seit wenigen Tagen eine Arbeitsgemeinschaft AG 60 plus.
Auf Einladung der AG 60 plus der SPD-Südpfalz fand eine Gründungs-versammlung der Arbeitsgemeinschaft statt.
Zum ersten Vorsitzenden wählte die Versammlung Wolfgang Thiel aus Hergersweiler. Ihm werden als stellvertretende Vorsitzende Manfred Heft (Bad Bergzabern) und Helmi Franz (Bad Bergzabern) zur Seite stehen. Die Funktionen von Beisitzern übernahmen Peter Schlimmer (Dörrenbach), Reinhard Pelz (Dörrenbach) und Kurt –Henning Sternik aus Oberotterbach.
Der neu gewählte Vorstand
v.l.n.r.:Peter Schlimmer, Beisitzer; Wolfgang Thiel, 1. Vorsitzender; Manfred Heft, Stellvertreter; Reinhard Pelz, Beisitzer; Dr. Kurt- Henning Sternik, Beisitzer; die weitere stellvertretende Vorsitzende Helmi Franz war verhindert
Vor Eintritt in die Wahlen hatte Alexander von Rettberg, Vorsitzender der AG 60 plus auf Unterbezirksebene, auf die wichtige Funktion der Arbeitsgemeinschaft hingewiesen. Sie vertrete die Interessen der älteren Generation innerhalb und außerhalb der Partei und sei ein Aktivposten in der Partei. Der neue Vorsitzende, Wolfgang Thiel nannte in seiner Antrittsrede mehrere Schwerpunkte. So möchte er wieder eine Kultur der politischen Diskussion, wo die Basis ihre Probleme erörtert und den Politikern Vorschläge unterbreitet. Als weiteren Schwerpunkt nannte Wolfgang Thiel die Zusammenarbeit mit jungen Menschen. Hier möchte er entsprechende Projekte anstoßen. Als Vorsitzender der AG 60 plus möchte er Bildungsangebote schaffen und grenzüberschreitende Aktionen durchführen. Auch soll das gesellige Zusammensein nicht zu kurz kommen, betonte Wolfgang Thiel.
Nach der verheerenden Niederlage bei der Bundestagswahl ist in der SPD eine Diskussion über Ursachen und notwendige Konsequenzen für die Zukunft entbrannt.
Der Landesparteirat der SPD-Rheinland-Pfalz hat hierzu einstimmig einen Antrag des Unterbezirks Südpfalz verabschiedet. Der Antrag wird auch mit in die Antragsberatungen für den Bundesparteitag Mitte November in Dresden einfließen.
Wie der stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Thomas Hitschler mitteilte, fordert die südpfälzische SPD darin vor allem mehr Transparenz bei personellen Entscheidungen, besonders auf der Bundesebene sowie eine bessere Einbindung der Basis in den Prozess der Meinungsbildung.
Wichtig ist der südpfälzischen SPD auch die stärkere Profilierung der SPD als Partei der sozialen Gerechtigkeit. „Wenn wir jetzt die richtigen Konsequenzen ziehen, können wir die Opposition für uns als Chance nutzen und die SPD auch auf Bundesebene wieder als treibende Kraft in unserer Gesellschaft etablieren“, zeigt sich Hitschler überzeugt.